Zahnimplantate

Müssen Zähne aus gesundheitlichen Gründen entfernt werden, dann sind professionelle Zahnimplantate eine gute Möglichkeit weiterhin die uneingeschränkte Kaufunktion des Kiefers zu gewährleisten. Zudem ersetzen Zahnimplantate auch optisch fehlende Zähne, sodass trotz des notwendigen zahnmedizinischen Eingriffs ein schönes und gesundes Lächeln möglich ist. Da das Thema Zahnimplantate sehr komplex ist, habe ich diesen ausführlichen Artikel in verschiedene Bereiche unterteilt. Diese Bereiche sollten dir dabei helfen das für dich optimale Implantat zu finden:

Die Geschichte der Zahnimplantate

Bereits vor vielen Jahrhunderten waren die Menschen danach bestrebt fehlende Zähne zu ersetzen, damit das Fehlen dieser optisch nicht mehr wahrgenommen werden kann. Zudem sollte der Zahnersatz dabei helfen weiterhin vernünftig kauen und essen zu können. Anfangs wurden fehlende Zähne noch mit Hilfsmitteln wie Holz, Tierzähne, oder oder sogar auch Knochen ersetzt, doch im Laufe der Zeit wurde der Zahnersatz immer professioneller und auch optisch hochwertiger. So wurden zum Beispiel geschnitzte Elfenbeinzähne genutzt, die mit Hilfe von Drähten an den benachbarten Zähnen befestigt wurden. Auch wurden Haare genutzt um das Zahnimplantat zu befestigen.

Eine weitere Möglichkeit war die Nutzung von passenden Steinen bzw. Halbedelsteinen, die in das Zahnfach eingesetzt wurden. Nach vielen Jahren und vielen Versuchen die Zahnimplantate zu verbessern wurde ein Zahnimplantat entwickelt, welches ein Gewinde ähnlich dem einer Schraube besaß. Dieses Implantat war ein wesentlicher Fortschritt in der Geschichte der oralen Implantologie, da dieses direkt in den Kiefer geschraubt wurde, was einen besseren Halt zur Folge hatte. Auch dieses Schraubenimplantat wurde nach und nach verbessert. Mittlerweile gibt es viele Formen von Implantaten, je nach gewünschter Nutzung und gesundheitlichen und finanziellen Möglichkeiten.

Zahnimplantate detaillierter erklärt

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, die in den Kiefer eingesetzt wird um auf dieser einen Zahnersatz zu platzieren. Damit du dir diesen Vorgang leichter vorstellen kannst, solltest du dir am Besten eine drei-stufige Pyramide vorstellen. Im unteren Bereich der Pyramide (dem Fundament) sitzt das eigentliche Implantat, welches mit Hilfe eines zahnmedizinischen Eingriffs in den Kieferknochen eingesetzt wird, die künstliche Zahnwurzel. Im mittleren Bereich befindet sich ein Verbindungsstück, welches das Implantat mit dem Zahnersatz verbinden. Das Implantat besteht meist aus Titan, in einigen Fällen kommt auch Keramik zum Einsatz. Die 3-stufige Konstruktion sorgt dafür, dass nachdem alle Teile korrekt zusammengewachsen sind, es kaum bis keine Einschränkungen mehr in der eigentlichen Funktionalität der Zähne gibt. Das Implantat kann optisch nicht wahrgenommen werden, da es sich im Kiefer befindet, genauso wenig wie das Verbindungsstück, welches sich zwischen dem Implantat und dem Zahnersatz befindet. Lediglich der Zahnersatz kann optisch wahrgenommen werden. Zudem wird auch das Kauen weder beeinträchtigt noch eingeschränkt.

Warum Zahnimplantate eine gute Entscheidung darstellen

Fehlende Zähne (z.B. aufgrund mangelhafter Zahnpflege) sind nicht nur optisch wahrnehmbar und erschweren das Kauen von Essen, sondern können auch dafür sorgen, dass sich die verbliebenden Zähne innerhalb des Kiefers verändern. Die verbliebenden Zähne versuchen die entstandene Lücke zu füllen und „wandern“ so in Richtung der Zahnlücke, wodurch sich der gesamte Kiefer verändert. Jeder Zahn besitzt auf der anderen Seite des Gebisses einen entsprechenden Gegenzahn, der den nötigen Gegendruck liefert. Wenn dieser Zahn fehlt, dann kann es passieren, dass der Gegenzahn „hinauswächst“, da der fehlende Druck des Gegenzahnes fehlt. Somit entsteht eine Art Kettenreaktion, die nur verhindert werden kann, wenn der fehlende Zahn, bzw. die fehlenden Zähne ersetzt werden mit beispielsweise einem passenden Zahnimplantat.

Zahnimplantate – Die Vorteile

Letztendlich haben solche Implantate stets die Funktion fehlende Zähne zu ersetzen. Das kann ein einzelner Zahn sein, mehrere Zähne, oder gar ganze Zahnreihen. Wenn es dann dazu kommen sollte, dass ein fehlender Zahn ersetzt werden muss, dann muss entschieden werden, wie diese Lücke hefüllt werden solll. Zahnimplantate haben den Vorteil, dass die Nachbarzähne nicht in Mitleidenschaft gezogen werden müssen. Zahnimplantate gehen dieses Problem im wahrsten Sinne des Wortes von der Wurzel an und liefern so eine gute Basis um einen passenden Zahnersatz ohne Beeinträchtigung oder gar durch die Nutzung der Nachbarzähne aufzusetzen. Lücken können so durch ein Zahnimplantat geschlossen werden. Im Gegensatz zu Prothesen, die teilweise etwas lose sind und nicht ganz so viel Halt bieten können, können Zahnimplantate einen sehr festen Halt bieten, dadurch dass sie direkt in den Kieferknochen eingearbeitet werden. Dadurch wachsen Implantat und Kiefer zusammen und bieten so ungefähr den Halt, den auch die natürlichen, bereits vorhanden Zähne besitzen.

Des Weiteren bietet ein Zahnimplantat den Vorteil, dass es von außen nicht wahrgenommen wird. Dadurch, dass der Zahnersatz sich optisch meist nicht von den vorhandenen Zähnen unterscheidet, sieht er ästhetisch aus und wird so optisch von außen nicht wahrgenommen. Da das Zahnimplantat in dem Kieferknochen sitzt, kann man es so auch nicht sehen. Während bei anderen Lösungen für fehlende Zähne meist andere Zähne in Mitleidenschaft gezogen werden, sind Zahnimplantate eine geeignete Lösung. Werden die Zahnimplantate richtig gepflegt, dann müssen diese theoretisch nicht wieder erneuert werden, da diese sehr lange halten.

Zahnimplantate – Die Nachteile

Bei dem Einsatz eines Implantats entstehen Kosten, die meist höher sind, als bei günstigeren Lösungen wie beispielsweise einer Brücke. Diese können mitunter nicht allzu gering ausfallen. Des Weiteren muss dieser zahnmedizinische Eingriff operativ durchgeführt werden, was bei anderen Lösungen nicht der Fall sein muss. Zudem verändert sich aufgrund des starren Implantates im Kiefer der Kaudruck in dem Bereich, da natürliche Zähne flexibler sind, als ein starres Implantat. Auch müssen Zahnimplantate meist intensiver gereinigt werden und die Behandlung dauert länger als bei anderen Lösungen für Zahnersatz.

Welche Nachteile haben andere Lösungen, wenn es keine Zahnimplantate sein sollen?

Brücken haben den Nachteil, dass auch andere Zähne behandelt werden müssen, damit diese ordnungsgemäß angebracht werden können. Da man für eine Brücke sogenannte Pfeilerzähne benötigt, müssen diese so bearbeitet werden, dass diese auch in der Lage sind die Brücke tragen können. Zudem werden diese, dadurch dass sie als Pfeiler dienen, zusätzlich belastet, was sich ebenfalls negativ auswirken kann. Wie im oberen Bereich bereits erwähnt fehlt es bei einer Brücke dem Kiefer an einer Zahnwurzel, was zur Folge haben kann, dass der Kiefer nicht korrekt belastet wird, was sich ebenfalls negativ auf die Entwicklung des Kiefers auswirken könnte. Weiterhin kann es sein, dass eine Brücke nicht genutzt werden kann. Das ist z.B. der Fall, wenn entsprechende Pfeilerzähne fehlen, die diese tragen sollen. Deshalb solltest du dich, bevor du dich für eine Brücke entscheidest, professionell beraten lassen, ob eine solche Lösung überhaupt möglich und realistisch ist. Eine weitere Problematik bei Brücken ist die mangelnde Flexibilität, da diese meist nicht erweiterbar sind, wenn Zähne in der näheren Umgebung ebenfalls nicht mehr vorhanden sind. Im Gegensatz zu Zahnimplantaten könnte es zudem sein, dass in dem Fall eine vollständige neue Lösung für einen Zahnersatz gefunden werden muss. Auch bei Voll-oder Teilprothesen gibt es ähnliche Problematiken, wie z.B. ein schlechterer Halt der Prothese, Bearbeitung der benachbarten Zähne und die negativen Auswirkungen auf den Kiefer durch das Fehlen einer Zahnwurzel. Zudem werden diese Lösungen optisch eher als Zahnersatz wahrgenommen, als Zahnimplantate.

Wie werden Zahnimplantate eingesetzt?

In diesem Fall wird das Zahnfleisch so geöffnet, dass ein Spalt entsteht, in dem die künstliche Zahnwurzel bzw. das Zahnimplantat eingesetzt wird. Damit dieses überhaupt eingesetzt werden kann, wird ein Loch gebohrt, in welches das Implantat platziert werden soll. Damit Zahnimplantate auch ihre volle Funktionsweise erhalten können, muss dafür gesorgt werden, dass diese auch korrekt in den Kiefer eingesetzt werden, damit später ein bestmöglicher Halt gewährleistet werden kann.

Zahnimplantate – Wie hoch können die Kosten ausfallen?

Diese Frage kann nicht allgemein beantwortet werden, da sich diese Kosten aus mehreren individuellen Faktoren zusammensetzen. Faktoren wie Aufwand, Material und die Art der Zahnimplantate spielen hierbei eine wichtige Rolle, daher solltest du dich, falls du dich für ein Zahnimplantat entscheiden solltest, entsprechend fachmännisch beraten lassen.

Ich hoffe sehr, dass dir dieser Artikel gefallen hat!
Beste Grüße – Dein Kevin

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