Google AdWords

„Suchmaschinenwerbung ist ein wachsender Markt“ und „Wenn wir es mit der Suchmaschinenoptimierung nicht schaffen, dann nutzen wir eben Google AdWords“. Hört man diese Aussagen, dann wird man sich sehr schnell fragen, wie es sein kann, dass Suchmaschinenwerbung mittlerweile so erheblich an Relevanz gewonnen hat und wie es sein kann, dass einige Konzerne monatlich siebenstellige Budgets für Google AdWords Werbung einplanen. Wie kann das sein, dass Unternehmen soviel Geld in Suchmaschinenwerbung investieren? Im Folgenden werde ich das Thema „Suchmaschinenmarketing“ anhand von Google AdWords genauer erläutern und dir zugleich wichtige Tipps geben, wie du es schaffen kannst mit Suchmaschinenwerbung erfolgreich zu werden.

Suchmaschinenwerbung mit Google AdWords – Ein Wandel

Wie in anderen Artikeln bereits ausführlich erläutert hat sich das Online Marketing in den letzten Jahren erheblich verändert, vor allem in Bezug auf Möglichkeiten, Funktionen und Potenziale. Während die Analysemöglichkeiten in der Vergangenheit noch deutlich beschränkter waren (siehe: Webanalyse), können Unternehmen heute detailliert nachvollziehen wie effektiv ihre Budgets online verwendet werden und ob diese den gewünschten Erfolg mit sich bringen. Von dieser sehr positiven Entwicklung profitiert natürlich auch die Disziplin „Suchmaschinenmarketing“, also in diesem Fall Google AdWords. Die Bereitschaft von Unternehmen in Google AdWords zu investieren ist natürlich deutlich gestiegen, da sie nun exakt analysieren können, ob ein Klick in Bezug auf ein bestimmtes Keyword eine vorher definierte Conversion ausgelöst hat. Heißt: Wenn ein Unternehmen für einen Klick € 1,10 investiert und eine Buchung im Wert von € 30,00 zustande kommt, dann kann das Unternehmen natürlich auch wesentliche höhere Budgets in Google AdWords investieren, da der ROI sehr positiv ausfällt.

Doch nicht nur die Analysemöglichkeiten wurden im Laufe der letzten Jahre erheblich verbessert, auch die das Targeting wurde optimiert. Mittlerweile können Werbeanzeigen sehr präzise geschaltet werden, sodass die Streuverluste noch weiter begrenzt werden. So können z.B. Anzeigen regional geschaltet werden, oder auch tageszeitenabhängig. Befindet sich zum Beispiel in der Werbeanzeige ein „Telefon-Hinweis“, dann sollte die Anzeige nur geschaltet werden, wenn auch eine Person den möglichen Anruf entgegennehmen kann. Diese und sehr viele weitere Funktionen und Möglichkeiten machen Google AdWords mittlerweile zu einem sehr mächtigen Marketingwerkzeug, welches für viele Unternehmen essentiell geworden ist um auf dem Markt bestehen zu können.

Wenn es mit SEO nicht läuft, dann eben über Google AdWords.

Ich möchte an dieser Stelle die oben genannte Aussage noch einmal kurz aufgreifen und erklären. Aufgrund des gigantischen Datenvolumens und der Informationsflut ist man heutzutage auf die Suchmaschine angewiesen. Am einfachsten kann die Relevanz der Suchmaschine verdeutlicht werden, wenn man bewusst einen Tag versucht auf die Nutzung dieser zu verzichten. Bereits dann wird man feststellen, dass diese bereits einen erheblichen Stellenwert im eigenen Alltag besitzt.

Diese Tatsache ist natürlich mittlerweile auch sehr vielen Unternehmen bewusst, daher steigt der Wettbewerb in den Suchmaschinen enorm. Große Unternehmen und Konzerne besitzen in der Regel große Abteilungen mit Suchmaschinenoptimierern und Google AdWords Profis, damit sie das volle Potenzial der Suchmaschine nutzen können und sich auf dem Online-Markt behaupten können. Vor allem Unternehmen, die entweder aufgrund mangelnden SEO Know-hows (siehe: SEO Seminar), oder auch begrenztem Budget nur sehr geringe Erfolge im Bereich Suchmaschinenoptimierung aufweisen können, nutzen mittlerweile gern Google AdWords, da sie mit Hilfe der Webanalyse dieses Marketinginstrument sehr effektiv einsetzen können. So schaffen sie es vielleicht nicht sich in der organischen Suche der Suchmaschine gegenüber ihren Wettbewerbern zu behaupten, aber sie nutzen dafür die bezahlten Suchergebnisse (Google Adwords) um dennoch sehr zielgruppenrelevanten Traffic zu erhalten (siehe: Reichweite steigern).

Intentionsbasierte Werbung mit Google AdWords

Unternehmen, die sehr intentionsbasierte Werbeanzeigen schalten, sind in der Regel deutlich erfolgreicher, als Unternehmen, die für „Oberbegriffe“ Werbeanzeigen schalten. Am Leichtesten lässt sich das an einem Beispiel verdeutlichen:

Keyword: „Schuhe“ (exakt)
Keyword: „Schuhe online kaufen“ (exakt)

Auch wenn das Suchvolumen für das Keyword „Schuhe online kaufen“ deutlich geringer ausfällt als das für „Schuhe“, so lässt sich davon ausgehen, dass die User, die „Schuhe online kaufen“ eingeben, auch wirklich eine direkte Kaufintention besitzen (siehe: Online Geld verdienen). Diese Kaufintention im Keyword ist sehr wertvoll, daher sollten vor allem kleinere Unternehmen, Online Shop Betreiber oder zum Beispiel auch Blogger (siehe: Blog erstellen) eher intentionsbasiert Werbeanzeigen schalten.

Ein weiteres Beispiel um zu verdeutlichen, weshalb intentionsbasierte Werbeanzeigen den entscheidenden Unterschied ausmachen können:

Sagen wir Unternehmen X verkauft online Gartengeräte. Zu diesen Gartengeräten zählt auch der Begriff „Rasenmäher“. Das Unternehmen hat in letzter Zeit viel Budget für den eigenen OnlineShop ausgegeben und kann aufgrund der aktuellen Kostensituation keinen SEO-Experten einstellen, der die eigene Onlinepräsenz für die Suchmaschinen optimiert. Allerdings besitzt ein Mitarbeiter des Unternehmens gute Google AdWords Kenntnisse, daher hat das Unternehmen entschieden, dass ein vordefiniertes Budget für Suchmaschinenwerbung ausgegeben werden kann.

Doch weshalb darf nun doch Budget investiert werden, wenn es doch eigentlich hieß, dass kein Budget mehr vorhanden sei bzw. dass gespart werden muss? Ausgabe bleibt Ausgabe? Jaein, das kann man an dieser Stelle so pauschal nicht behaupten. Nehmen wir mal an, dass ein Rasenmäher € 70,00 kostet. Damit der Qualitätsfaktor der Anzeigen sehr weit oben liegt, wird für einen Klick auf eine Rasenmäheranzeige bis zu € 2,50 ausgegeben. Angenommen es werden nur Keywords gebucht, die eine direkte Kaufintention beinhalten wie „Rasenmäher kaufen“, „Gartenschere online bestellen“ und „Komposter online kaufen“, dann kann man davon ausgehen, dass die User, die diese Suchanfragen an die Suchmaschine stellen, an einem direkten Kauf in einem Online Shop interessiert sind. Sie möchten sich nicht informieren, sondern sie möchten online ein Gartengerät erwerben.

Nun werden die entsprechenden Werbenanzeigen geschaltet und 20 User besuchen den Online Shop für Gartengeräte. Dafür fallen exakt € 50,00 an Werbekosten an. Nun haben sich allerdings nur 4 der 20 Nutzer entschieden direkt im Shop einzukaufen. Das bedeutet, dass vielleicht € 50,00 an Kosten angefallen sind, aber auch ungefähr € 220,00 eingenommen wurden. Somit können weitere Google AdWords Anzeigen für weitere Produkte erstellt werden.

Für welche Zwecke kann Google AdWords noch genutzt werden?
Letztendlich definiert jedes Unternehmen bzw. jede Werbetreibender seine Conversionziele selbst, dennoch gibt es ein paar klassische Conversionziele. Dazu gehören:

  • Ausrichtung auf Sales: „Rasenmäher kaufen“
  • Ausrichtung auf Branding: Stärken des Unternehmen/Markenbrandings
  • Trafficgenerierung
  • Newsletteranmeldungen (siehe: E-Mail Marketing), also (Conversionziele)

Google AdWords – Diese Fehler musst du unbedingt vermeiden

Google AdWords ist ein sehr wesentliches Instrument des Suchmaschinenmarketings und für viele Unternehmen essentiell, wenn es darum geht beispielsweise eigene Produkte über die Suchmaschine zu bewerben. Was viele Unternehmen jedoch oft außer Acht lassen ist die Tatsache, dass es sich bei AdWords im Gegensatz zu SEO um eine kurzfristige Maßnahme handelt, die sich allerdings auch bezahlt machen kann, denn Google AdWords bietet viele Vorteile, vor allem wenn man die Messbarkeit und die Trafficqualität betrachtet. Wenn man allerdings nicht in der Lage ist dieses Marketinginstrument optimal zu bedienen, dann kann das schnell sehr teuer werden. Doch was genau sind die häufigsten Fehler bei Google AdWords und wie kann man diese vermeiden?

Die falsche Keywordrecherche

Wenn es darum geht zielorientierte Kampagnen zu erstellen, dann sollte man bei der Keywordrecherche vor allem darauf achten, dass man die korrekten Einstellungen gewählt hat. Im Keyword Planner hat man die Möglichkeit genau zu definieren, für welche Länder beispielsweise die Suchvolumina abgefragt werden sollen. Macht man hier Fehler (weil z.B. alte Einstellungen übernommen wurden), dann werden die Suchvolumina verfälscht. Daher heißt es: Achte unbedingt darauf, dass du die korrekten Suchvolumina und CPCs angezeigt bekommst. (Die Keywordrecherche ist übrigens natürlich auch sehr wichtig bei der Erstellung von lukrativen Nischenseiten).

Die falschen Keywords

Ein gängiger Fehler ist es, dass die falschen Keywords emittelt werden. Nicht im Sinne von z.B. „falsche Synonyme“, sondern im Sinne von zielgruppen-irrelevanten Begriffen. Wenn man nicht genau weiß, welche Wörter und Suchanfragen die eigene Zielgruppe nutzt, die man ansprechen möchte, dann kann es sein, dass die Anzeigen zwar aus Neugier geklickt werden, die Erwartung aufgrund der falschen Zielgruppenansprache aber eine andere war und das Geld somit verbrannt wurde. Aus diesem Grund sollte man die historischen Daten nutzen um zu schauen, welche Phrasen und Keywords der eignen Zielgruppe wirklich wichtig sind. Achte zudem darauf, dass du auch relevante Longtail-Keywords analysierst! Häufig sind die CPCs bei diesen geringer und das bei gleicher Zielgruppenrelevanz.

Die falschen Keyword-Optionen

Keywords, die mit „weitgehend passend“ eingebucht werden, haben i.d.R. einen sehr hohen Streufaktor, der dazu führt, dass Geld für Keywords ausgegeben wird, welche zu keiner Conversion führen werden. Diese Keywordoption lässt sich am Besten anhand eines Beispiels verdeutlichen:

Beispiel:
Es soll ein Haarpflegeprodukt beworben werden, welches die Haare besonders glänzen lässt. Aus diesem Grund wurde das Long-Tail Keyword „Haare pflegen“ eingebucht. Nur wurde der Fehler gemacht, das Keyword unter „weitgehend“ einzubuchen, was wiederum dazu führt, dass die Anzeige auch ausgespielt werden wird, wenn der Nutzer „Haare schneiden Frisur“ eingibt. Dieser User war auf der Suche nach einem neuen Haarschnitt, bekommt aber dennoch die Anzeige für Haarpflegeprodukte. Wenn nun das Gebot sehr hoch war, (welches das Unternehmen bereit war für diese Anzeigenposition zu bezahlen), dann kann es sein, dass die Anzeige auf beispielsweise Platz 2 erscheint, der User auf diese Anzeige klickt, auf eine Landingpage kommt, die ihm das Haarpflegeprodukt verkaufen möchte und er gleich wieder abspringt. Diese Aktion hat vielleicht zwei Sekunden gedauert, aber auch € 2,00 verschlungen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Keywordoptionen optimal verstanden werden und dass diese auch optimal verwendet werden.

Nur eine Anzeige pro Anzeigengruppe

„Ich hatte gerade nicht genügend Zeit, daher habe ich nur eine Anzeige erstellt“. Wer mit nur einer Anzeige punkten möchte, der könnte mit dieser Einstellung ein Problem bekommen, vor allem wenn er viele unterschiedliche Keywords in der entsprechenden Anzeigengruppe eingebucht hat. Anzeigen performen unterschiedlich, aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass verschiedene Anzeigen pro Anzeigengruppe genutzt werden, die zudem auch alle unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte bieten, sodass die eingebuchten Keywords optimal abgedeckt werden.

Zuviele Keywords in einer Anzeigengruppe

Wer keine Lust auf Keywordcluster hat und zudem der Meinung ist, dass ruhig sehr viele thematisch unterschiedliche Keywords in einer Anzeigengruppe eingebucht werden können, den sollte man daran erinnern, dass es bei AdWords um Qualität und Geld geht. Je höher die Qualität, desto weniger Geld wird voraussichtlich bezahlt werden. Aus diesem Grund sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass besonders viel Wert auf Struktur und Qualität gelegt wird. Anzeigengruppen sollten möglichst optimal geclustert werden, sodass thematisch ähnliche Keywords in eine Anzeigengruppe sortiert werden und für diese auch entsprechende Anzeigen erstellt werden. Wenn die thematische Relevanz überhaupt nicht mehr gegeben ist, dann sollte auch darüber nachgedacht werden, eine neue Kampagne zu erstellen.

Einrichtung von Conversions + Tracking

Google AdWords bietet die hervorragende Möglichkeit, dass es mit Google Analytics verbunden werden kann, sodass man noch genauere Daten erhält, die man zur Analyse nutzen kann und sollte. Aus diesem Grund ist es essentiell, dass auf den Landingpages der Google AdWords Conversion Code eingebunden wird, sodass ermittelt werden kann, wie hoch der Klick für eine Anzeige war und wieviel Geld dieser Klick am Ende erwirtschaftet hat. Die Ermittlung des ROI (return of investment) ist essentiell um wirtschaftlich mit Google AdWords zu arbeiten. Zudem bietet Google AdWords so die Möglichkeit auch sehr hohe CPCs zu begründen, wenn direkt nachgewiesen werden kann, dass für einen Klick zwar € 14,00 bezahlt wurde, dieser Klick jedoch später € 25,00 erwirtschaftete.  Ein Conversiontracking gehört zu den essentiellsten Funktionen, die man bei Google AdWords einrichten kann und sollte, denn diese Funktion ist letztendlich genau der Grund, weshalb Google AdWords so effektiv genutzt werden kann.

Suchnetzwerk und Werbenetzwerk

Vor allem Anfänger sollten bei der ersten Kampagnenerstellung nicht den Fehler machen „Such- und Werbenetzwerk“ gleichzeitig zu nutzen, denn es sollte sich vorerst auf das Suchnetzwerk beschränkt werden. Das Werbenetzwerk benötigt eine besondere Optimierung, daher sollte vor allem am Anfang darauf geschaut werden, dass die eigenen Anzeigen im Suchnetzwerk optimal performen. Natürlich kann man diese Aussage nicht verallgemeinern, alleine dadurch, dass die beiden Netzwerke ganz unterschiedliche Ziele verfolgen, dennoch sollte festgehalten werden, dass man sich als Anfänger vorerst für ein Netzwerk entscheiden sollte.

Mangelnde Kontrolle

Wenig Zeit, mangelndes Know-how und unregelmäßige Kontrollen können sehr viel Geld kosten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die verschiedenen Kampagnen und Anzeigengruppen täglich kontrolliert, analysiert, bewertet und optimiert werden (in diesem Zusammenhang auch wichtig: Kontrolle nach einem Relaunch). Auch hier muss noch einmal direkt darauf hingewiesen werden, dass Google AdWords bares Geld kostet und das unoptimiert zu fast jedem Zeitpunkt.

Jede Anzeigengruppe erhält das gleiche CPC-Budget

Falsche Schwerpunkte auf Anzeigengruppenbasis können dafür sorgen, dass das Budget äußerst ineffektiv genutzt wird. Eine Anzeigengruppe performt möglicherweise so gut, dass dieser CPC-Budget fehlt, während eine andere Anzeigengruppe „zu viel“ Budget besitzt, welches gar nicht benötigt wird. Aus diesem Grund sollte ermittelt werden, welches Anzeigengruppe welches Budget benötigt.

Schlechte Landingpage

Das Ziel von AdWords-Anzeigen ist es den User auf eine bestimmte Landingpage zu führen, auf der dieser eine bestimmte Conversion auslösen soll. Diese Conversions sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, dennoch kann man festhalten, dass nach dem Klick der Anzeige etwas bestimmtes erwartet wird. Zum Beispiel: Ein Kauf, eine Anmeldung zum Newsletter, oder aber auch eine Buchung. Wenn die Landingpage nicht zu der Anzeige passt, oder der Nutzer aufgrund einer Conversionhürde (siehe: Conversionoptimierung) nicht konvertieren kann, dann entsteht folgendes Problem:

Problem

  • Es wird ein Nutzer der vorher definierten Zielgruppe angesprochen
  • Dieser Nutzer hat ein unbefriedigtes Bedürfnis
  • Es wird Geld ausgegeben (durch den Klick einer Anzeige)
  • Der Nutzer möchte konvertieren, kann aber nicht
  • Er springt ab

Folgen

  • Es wird Geld ausgegeben
  • Es wird kein Geld eingenommen (da keine Conversion)
  • Der Nutzer hat ein negatives Kauferlebnis (Kunde springt ab und kommt möglicherweise nicht wieder)

Anzeigentexte nicht individuell

Anzeigentexte sollten bewusst individualisiert werden. Auch wenn man mit dem AdWords Editor sehr einfach Anzeigen kopieren kann, sollte man diese stets im Nachhinein bearbeiten und individualisieren, sodass man anschließend durch unterschiedliche Anzeigentexte herausfinden kann, welche Anzeigen besser performen.

Falsche Budgeteinteilung

Wird das Budget beispielsweise am Anfang des Quartals festgelegt, dann sollte man darauf achten, dass das Budget gleichmäßig in den drei Monaten ausgegeben werden kann. Falsche Einstellungen können beispielsweise dazu führen, dass im ersten Monat besonders viel eingenommen wird, die Conversions aber im Laufe der Monate einbrechen, da kein Werbebudget mehr vorhanden ist. Aus diesem Grund sollte man stets darauf achten, dass das Budget optimal verteilt wird.

Regionalität wird nicht beachtet

Vor allem lokale Unternehmen, die beispielsweise keinen eigenen Online-Shop besitzen, haben die Besonderheit, dass die Regionalität eine besondere Rolle spielt. Aus diesem Grund sollte darauf geachtet werden, dass Unternehmen nur in der Region AdWords schalten, in der sie auch präsent sind. Es hilft nichts, wenn ein Friseursalon, welcher sich nur in Berlin befindet, aufgrund falscher Einstellungen auch Friseursalon Anzeigen in Köln schaltet.

Keine Call-To-Actions in Anzeigen

Nutzer sollten bewusst animiert werden auf Anzeigen zu klicken. Aus diesem Grund sollte man in den Anzeigen sogenannte Call-to-Actions verwenden, die folgendermaßen aussehen können: „Jetzt hier kostenlos informieren!“. „Hier tolle Tipps erfahren“, oder auch „Jetzt gratis Newsletter abonnieren“.

Falsche Keywords werden nicht ausgeschlossen

Wenn bewusst mit der Keyword-Option „Weitgehend passend“ gearbeitet wird, dann sollte darauf geachtet werden, dass auch Keywords bewusst ausgeschlossen werden. Das können z.B. Keywords sein, die keinen bzw. einen sehr geringen ROI erzielen, oder aber auch welche, zu denen die Landingpage nicht passt. Aus diesem Grund sollte man darauf achten, dass Keywords, die dem Unternehmen keinen Vorteil bringen, ausgeschlossen werden.

Kein conversionorientierter CPC

Wird ein CPC auf Anzeigengruppenebene festgelegt, dann bekommen alle Keywords, die sich in dieser Anzeigengruppe befinden, diesen CPC zugeordnet. Das ist ein großer Fehler! Einige Keywords, die für das Unternehmen so genannte Moneykeywords sind, sollten einen höheren CPC bekommen, als beispielsweise „neutrale“ Keywords. Es ist wichtig, dass man die Keywords priorisiert, daher sollten speziellen Keywords individuelle CPCs zugeordnet werden.

Uhrzeiten der Anzeigenschaltungen

Das Budget soll den ganzen Tag über gleichmäßig verteilt werden, auch wenn die Webanalyse herausgefunden hat, dass die meisten Buchungen im Zeitraum von 14 Uhr bis 17 Uhr entstehen? Das kann ein Fehler sein, daher sollte man genau auf die Uhrzeiten schauen, wann die Anzeigen wirklich geschaltet werden sollen. Nachts können diese vielleicht ganz ausgeschaltet werden, am Tag zwischen 14-17 Uhr sollte das Budget vielleicht erhöht werden. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass wenn z.B. eine Telefonnummer in der Anzeige verwendet wird, Anrufe auch angenommen werden können. Ist zu diesem Zeitpunkt niemand im Büro, dann sollten diese Anzeigen auch nicht geschaltet werden.

Google Adwords nicht mit Analytics verbunden

Je besser die Daten, desto besser die Analyse. Wer sich intensiv mit der Webanalyse beschäftigt, der wird die Daten aus AdWords und Analytics auch optimal verwenden können. Damit diese Daten überhaupt ermittelt werden können, muss Google AdWords mit Google Analytics verbunden werden. Wer also seine Kampagnen und Anzeigengruppen intensiver optimieren möchte, der sollte diese beiden Tools miteinander verknüpfen.

Conversionziele festlegen

Damit AdWords überhaupt effektiv genutzt werden kann, müssen Conversionziele festgelegt werden. Die Ziele dienen dem Unternehmen und dem Search Engine Advertiser als Leitfaden, für was genau er seine Anzeigen erstellen soll. Auch das Content Team und das SEO Team können sich an diesen Zielen orientieren, wenn es darum geht die Landingpages zu erstellen. Zudem sind Conversionziele elementar, wenn es um das Tracken der Anzeigenperformances geht.

Es werden nur Standardanzeigen verwendet

Google AdWords Anzeigen können mittlerweile mit vielen nützlichen Angaben angereichert werden, so beispielsweise mit Bewertungen, Telefonnummern, oder auch Google Places. Aus diesem Grund sollte ermittelt werden, mit welchen Funktionen die eigenen Anzeigen noch verbessert werden können, sodass sie sich noch deutlicher von den Anzeigen der Wettbewerber unterscheiden. Zudem wird so die Qualität der Anzeigen erhöht, was diese optisch sicher ansprechender macht.

Saisonalität nicht erkennen

Nur weil Keywords momentan gut performen bedeutet das noch lange nicht, dass diese auch zu einem späteren Zeitpunkt noch die gewünschten Ergebnisse erzielen werden, weil die Performance teilweise durch Saisonalität beeinflusst werden kann. Daher sollte man stets schauen, welche Keywords und somit auch welche Anzeigen nur saisonal gute Ergebnisse erzielen. Dementsprechend müssen diese zu einem späteren Zeitpunkt angepasst werden.

Möchte man also Google AdWords als Marketing Instrument nutzen, dann sollte man diese Punkte stets beachten, denn diese können viel Geld einsparen, welches für andere Marketingstrategien verwendet werden kann.

Zusammenfassung:

Google AdWords ist ein Tool, mit dem man sehr strategisch arbeiten kann, da man genau nachvollziehen kann, für welche Bereiche und Keywords Geld ausgegeben wurde und welche Beträge anschließend eingenommen wurden. Es gibt diverse Möglichkeiten die eigenen Anzeigen zu optimieren und anzureichern, daher sollte man schauen, dass man all diese Möglichkeiten auch wahrnimmt. Vor allem ist es wichtig die oben genannten Fehler zu vermeiden, denn diese Fehler können wirklich bares Geld kosten, welches man wiederum an anderer Stelle benötigt! Wenn du gerade dabei bist die ersten Kampagnen und Anzeigengruppen einzurichten, dann achte darauf, dem gesamten Konto eine Struktur zu geben. Achte auf Qualität, Übersichtlichkeit, performante Landingapages und habe dein Google AdWords Konto und die wichtigsten KPIs stets im Blick. Richte dir relevante Conversionziele ein und fange sehr früh an relevante Daten zu ermitteln, mit denen du später weiterarbeiten kannst.

Ich hoffe sehr, dass dir dieser Artikel gefallen hat!
Beste Grüße – Dein Kevin

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