Webanalyse

Wenn du eine eigene Internetpräsenz wie zum Beispiel einen Blog (siehe: Blog erstellen), eine Website, oder auch einen Online Shop betreibst, dann wirst du dich irgendwann mit dem Thema „Webanalyse“, oder auch „Webtracking“ beschäftigen müssen, da dir diese Online Marketing Disziplin viele interessante Vorteile bringen kann. Doch wieso ist das Messen und das Analysieren im Online-Marketing so wichtig?

Webanalyse – Eine Entwicklung

Schaut man sich die Entwicklungen im Online-Marketing an, dann kann man festhalten, dass in den letzten Jahre enorme Fortschritte gemacht wurden, sowohl im technischen Bereich, als auch in der ganzheitlichen Gesamtentwicklung. Wenn es darum geht zu optimieren, zu analysieren und aus diesen Daten Erkenntnisse zu gewinnen, dann ist es wichtig überhaupt fundierte Daten zu besitzen und genau darum geht es im Bereich der Webanalyse: Relevante Daten zu sammeln, zu analysieren und anschließend Handlungsempfehlungen aus diesen abzuleiten (zum Beispiel für einen Relaunch). Doch weshalb benötigt man diese Daten und wieso ist es so wichtig zu messen, wie sich Prozesse entwickeln?

Wenn man schon länger in der Online-Marketing Branche arbeitet, dann ist man mit der Webanalyse voraussichtlich vertrauter, als vielleicht Einsteiger. Das gilt nicht nur für Personen, sondern auch für Unternehmen. Viele Unternehmen machen häufig den Fehler, dass sie seit Jahren im Internet aktiv sind, sich jedoch nie um den wichtigen Bereich Online Marketing (in diesem Fall um die Webanalyse) gekümmert haben, was wiederum zur Folge hat, dass sie in der Zeit auch keine relevanten Daten erhoben haben, die sie jetzt nutzen könnten um Prozesse zu optimieren.

Ein Beispiel:

Angenommen Unternehmen XY besitzt schon seit vielen Jahren eine sehr spezielle Expertise zum Beispiel im Bereich „Holz“. Da die meisten Wettbewerber bereits seit einiger Zeit ihren Online-Auftritt ausbauen, trifft Unternehmen XY nun auch die Entscheidung zukünftig online Kunden gewinnen zu wollen. Nun lässt das Unternehmen für viel Geld relevanten Content erstellen (siehe: Content Marketing), stellt Techniker und SEOs (siehe: Suchmaschinenoptimierung und SEO Seminar) ein und baut letztendlich ein ganzes Team auf, welches zukünftig den Bereich Online Marketing betreuen soll. Da die Webanalyse allerdings oft nicht zu den prominentesten Online Marketing Disziplinen gezählt wird (trotz ihrer enormen Relevanz), wird diese vergessen, da „Social Media Marketing“ und „Werbung“ in diesem Fall eher mit Online Marketing assoziiert wird.

Obwohl nun hunderte Fachartikel geschrieben, eingepflegt und online gestellt wurden, die Internetpräsenz vollständig überarbeitet wurde und sogar ein eigener Shop implementiert wurde, stellt sich heraus, dass im Laufe der Zeit keine Kundenanfragen generiert werden und dass auch niemand etwas im Shop einkauft (siehe: SEO Seminar Online Shops). Doch wie kann das sein und vor allem: Woran kann es liegen, dass niemand etwas im eigenen Online Shop einkaufen möchte, obwohl soviele Inhalte erstellt wurden und diese sogar seooptimiert wurden? Der Grund ist schlicht und einfach – es fehlt die Webanalyse. Ein häufiger Fehler der gemacht wird ist zu glauben, dass die Webanalyse nur das misst, was letztendlich auch umgesetzt wird.

Die Aufgaben der Webanalyse

Die Aufgaben der Webanalyse sind wesentlich weitreichender und essentieller. Webanalysten messen zwar den Erfolg von Kampagnen, Werbemaßnahmen und Strategien, aber was eigentlich viel entscheidender ist: Sie kennen das Verhalten der Nutzer im Internet in Bezug auf die eigene Onlinepräsenz. Webanalysten (siehe: Berufsbild Webanalyst) nutzen die Webanalyse um zu ermitteln wie sich die Nutzer auf der eigenen Website bzw. dem eigenen Online Shop bewegen, was diese suchen und mit welcher Intention die eigenen potenziellen Kunden überhaupt die eigene Internetpräsenz besuchen. Sie sind in der Lage zu erkennen, wo die Stärken und Schwächen der eigenen Onlinepräsenz liegen und sollten meist aufgrund ihres Know-hows wesentlich intensiver einbezogen werden, wenn es darum geht die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu bestimmen.

Webanalysten erhalten durch das Webtracking relevante Daten und kennen so das Verhalten der Nutzer bzw. der eigenen Zielgruppen. Sie können erkennen, ob jemand „durch Zufall“ die eigene Internetpräsenz besucht hat, oder es es sich bei dem User um jemanden aus der eigenen Zielgruppe handelte. Falls der User zu der eigenen Zielgruppe gehörte, dann lässt sich mit Hilfe der Webanalyse nachvollziehen, wie er sich auf der Website bzw. dem Online Shop bewegte. Man weiß mit Hilfe der Webanalyse durch welche Suchanfrage er über die Suchmaschine auf die Seite gelangte und man kann zudem messen, wie er durch die Seite navigierte. (Hierbei handelt es sich in der Regel natürlich stets um den gesamten Traffic und nicht um einzelne User).

Letztendlich ist das relevante Datenvolumen so groß, dass man mit Hilfe der Webanalyse genau sagen kann, welche Inhalte auf der Unternehmenspräsenz für die Zielgruppe besonders interessant waren (Hinweis: Diesen Bereich zukünftig weiter auszubauen), welche Inhalte weniger interessant waren und welche Dokumente ausschlaggebend waren, dass die Nutzer diese Unternehmensseite wieder verlassen haben etc. Es gibt schier endlose Möglichkeiten wie die Webanalyse genutzt werden kann und dennoch ist der wichtige Bereich Webanalyse in vielen Unternehmen kaum vorhanden.

Da fragt man sich an dieser Stelle zurecht: Wieso? Wieso werden Entscheidungen getroffen, ohne sich auf fundierte Daten zu beziehen und wieso wird Werbebudget (zum Beispiel im Bereich Google AdWords) investiert, ohne zu analysieren, wie die einzelnen Anzeigen performen und welche Anzeigen bzw. Keywords am Ende die Coversions generieren? Vor allem sollte auch die Online Marketing Disziplin SEO eng mit der Webanalyse zusammenarbeiten, denn so bekommen beide Disziplinen bzw. Abteilungen ein wichtiges Verständnis dafür, wie genau die Zielgruppen definiert werden, welche Dokumente, Themen und Keywords gestärkt werden müssen und wie sich die Onlinepräsenz insgesamt entwickelt.

Übrigens: Wenn man von der Entwicklung einer Internetpräsenz spricht, dann sollte man immer die Intention der Onlinepräsenz betrachten. Dient diese Website, der Blog, das Magazin, oder zum Beispiel auch der Online Shop dem eigenen Branding, oder geht es darum Produkte zu verkaufen und Geld zu erwirtschaften (siehe: Online Geld verdienen)? Wenn das Ziel „Geld erwirtschaften“ lautet, dann sollte man auch schauen, dass man den Bereich „Webanalyse“ stärkt, denn diese Online Marketing Disziplin gibt einem nicht nur Hinweise wie sich die Onlinepräsenz entwickelt, sondern gibt einem auch in Zukunft wichtige Tipps und Hinweise für zukünftige Strategien.

Was wirklich wichtig ist: Es muss verstanden werden, dass es absolut keine Rolle spielt was man glaubt, was für Nutzer interessant sein könnte, sondern dass man mit Hilfe der Webanalyse ermittelt, was für die eigenen potenziellen Kunden wirklich interessant ist.

Ich hoffe sehr, dass dir dieser Artikel gefallen hat!
Beste Grüße – Dein Kevin

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